Diakonie Sachsen zum Ausgang der Bundestagswahl

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Pressestatement von Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen:

„Ein funktionierender Sozialstaat bildet das Fundament für wirtschaftliche Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Wahlergebnisse in Sachsen zeigen, dass viele Menschen sich von der Politik nicht gehört fühlen – insbesondere dort, wo soziale Ungleichheit, Armut und Zukunftsängste wachsen. Dass ausgerechnet in diesen – unseren – Regionen Kräfte erstarken, die weder soziale Gerechtigkeit noch eine starke Zivilgesellschaft fördern, muss uns alle alarmieren. Dennoch kamen soziale Themen im Wahlkampf kaum vor. Umso wichtiger ist es, dass die neue Bundesregierung das Soziale in den Mittelpunkt rückt.

Kinder, Junge und Alte, Familien und Menschen mit Behinderungen erwarten Lösungen: für soziale Gerechtigkeit, zur Bekämpfung der Wohnungsnot und zur Überwindung der Pflegekrise. In den Bereichen Kinder- und Altersarmut, Fachkräftesicherung in sozialen Berufen und bezahlbarer Wohnraum besteht dringender Handlungsbedarf. Es darf nicht bei bloßen Ankündigungen bleiben – wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, mehr sozialen Wohnungsbau und eine gezielte Bekämpfung der Armut.

Die Diakonie Sachsen wird auch in den kommenden vier Jahren Nächstenliebe eine Stimme geben und für die da sein, die am Rand stehen oder übersehen werden. Wir appellieren an die politischen Akteure, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – für ein Land, das solidarisch, gerecht und zukunftsfähig ist.“

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